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Herzog Blaubarts Burg Konzertante Aufführung

VenueUngarische Staatsoper
CalendarFr. 22 Jan. 2027 - Di. 08 Juni 2027
Inhalt / Details

 

Herzog Blaubarts Burg – Béla Bartók | Opera-IC-Audiophilenreihe
Dauer: 1 Stunde 15 Minuten ohne Pause
Sprache: Ungarisch
Übertitel: Ungarisch, Englisch

 

Es gibt Abende, an denen unser Opernhaus keine Vorstellungen geben kann, weil die Proben auf der Bühne bis in den Abend dauern. Es gibt Zuschauer, die ihre Lieblingswerke nur mit Ermäßigung hören können. Und es gibt Werke, die zwar sehr beliebt sind, aufgrund des dichten Spielplans jedoch nicht in jeder Saison szenisch aufgeführt werden können. All diese Probleme lassen sich mit der neuen IC-Reihe der Ungarischen Staatsoper zugleich lösen, deren Name an den Eisernen Vorhang erinnert, die jedoch ebenso mit der Geschwindigkeit eines Expresszuges an Beliebtheit gewinnen könnte. Obwohl sie erst ab der nächsten Spielzeit als reguläre Reihe im Programm erscheinen wird, präsentieren wir bereits in der aktuellen Saison vorab dieses neue halbszenische Opernformat, das an ausgewählten Abenden mehr bietet als konzertante Aufführungen. Die ausgewählten Titel sind große Werke bedeutender Komponisten, die kleinere Chöre erfordern, zugleich jedoch weniger, dafür besonders bedeutende Solistenrollen bieten.

 

Nur eine Stunde nach einer Bühnenprobe sehen Besucherinnen und Besucher, die ihre Karten mit 20 % Ermäßigung erworben haben, den Eisernen Vorhang des Opernhauses herabgelassen. Die gewaltige doppelte Stahlplatte mit einer Fläche von 170 m² verbirgt nicht nur das Bühnenbild der nächsten Produktion dahinter, sondern dient zugleich als akustischer Reflektor nach audiophilen Standards. Auf diese enorme Fläche, die mit Gravuren des Architekten Miklós Ybl verziert ist, projizieren wir eine einzigartige Videoinstallation, während ungarische und englische Übertitel am oberen Rand eingeblendet werden. Das Orchester nimmt seinen gewohnten Platz im Graben ein, während die handverlesenen erstklassigen Sängerinnen und Sänger durch die Tür im Eisernen Vorhang treten, vorne auf der Bühne Platz nehmen und erst dann ins Rampenlicht treten, wenn sie an der Reihe sind zu singen.

 

Die Form ist quasi konzertant, doch die Solistinnen und Solisten verwenden keine Notenblätter, treten in historischen Kostümen auf und nutzen Mimik, Hände und Körper für dramatische Gesten. Der mitwirkende Chor singt von verschiedenen Punkten des Gebäudes aus und überrascht das Publikum mit einem eindrucksvollen 3D-Klang. Aus all dem entsteht ein einzigartiges gemeinsames Erlebnis: das Wunder eines Klangs, der dem Publikum viel näher erscheint, Gesten vergrößert und ein weitaus intensiveres, wahrhaft aufnahmequalitatives Erlebnis bietet – in einem Zuschauerraum, der sich dadurch in den akustisch besten Konzertsaal Ungarns verwandelt: den Konzertsaal des Opernhauses.

 

In der Spielzeit 2026/27 setzen audiophile Konzertaufführungen von Blaubarts Burg, Don Giovanni, Rigoletto und Tosca die 2025 begonnene Reihe fort.

 

Altersempfehlung: Die Vorstellung wird für Kinder unter 12 Jahren nicht empfohlen.

 

 

Inhaltsangabe
Die Protagonisten der symbolistischen Oper von Béla Bartók und Béla Balázs sind Blaubart und seine Frau Judith, die ihre Familie und ihren Verlobten verlassen hat, um ihrer Liebe zu folgen. Doch Blaubarts Burg – also seine Seele – birgt sieben verschlossene Türen. Judith überredet ihren Mann, sie nacheinander zu öffnen.

 

Hinter der ersten Tür befindet sich die Folterkammer, die zweite führt zur Waffenkammer. Noch immer unzufrieden, möchte Judith die weiteren Türen öffnen, um die Burg ihres Geliebten mit Licht zu erfüllen. Blaubart gibt ihr drei weitere Schlüssel: Der dritte öffnet die Schatzkammer, der vierte den verborgenen Garten. Doch sowohl die Schätze als auch die Blumen sind blutbefleckt. Auf Wunsch ihres Mannes öffnet Judith auch die fünfte Tür, hinter der Blaubarts Reich in strahlendem Licht erglänzt. Doch dunkle Wolken werfen Schatten darauf.

 

Nun möchte Judith hinter die „innersten“ Türen blicken, doch sie bittet Blaubart vergeblich: Sie soll nicht fragen, sondern ihn einfach lieben. Judith erhält den sechsten Schlüssel, der die Tür zum Tränensee öffnet. Hinter der letzten Tür erscheinen die drei früheren Ehefrauen. Alles versinkt in Dunkelheit.

Besetzung

Dirigent: Levente Török
Dirigent: Zsolt Hamar
Judith: Anna Kissjudit, Andrea Szántó, Zsuzsanna Ádám
Blaubart: Krisztián Cser, Christopher Maltman, András Palerdi
Mit dem Orchester der Ungarischen Staatsoper
Englische Übersetzung von Arthur Roger Crane
Komponist: Béla Bartók
Librettist: Béla Balázs

Veranstaltungsort
Ungarische Staatsoper

INFORMATION BEI VOLLEM HAUS!

Sollten für die gewählte Zeit alle Sitzplätze ausverkauft sein, Sie aber trotzdem unsere Produktion an diesem Tag sehen wollen, beginnen wir 2 Stunden vor Vorstellungsbeginn mit dem Verkauf von 84 unserer äußerst günstigen Stehplätze, mit denen Sie die besuchen können Galerie im 3. Stock. Tickets können an der Kasse des Opernhauses und über unsere Online-Schnittstelle erworben werden. Wir machen Sie darauf aufmerksam, dass die Bühne von den Stehplätzen und den Seitensitzen nur eingeschränkt einsehbar ist, gleichzeitig aber auch die Nachführung durch die Fernsehübertragung vor Ort unterstützt wird.

 

Das Gebäude der Ungarischen Staatsoper (ungarisch: Operaház) ist eines der prachtvollsten Beispiele der Neorenaissance-Architektur im Stadtteil Pest der ungarischen Hauptstadt Budapest. Zu finden ist es im VI. Bezirk (Terézváros) an der Andrássy út 22.

Das Opernhaus wurde zwischen 1875 und 1884 errichtet und von der Stadt Budapest sowie Kaiser Franz Joseph finanziert. Das Ungarische Königliche Opernhaus, wie es damals hieß, wurde am 27. September 1884 feierlich eröffnet. Das Gebäude ist überaus reich geschmückt mit barocken Elementen, mit zahlreichen Ornamenten, Gemälden und Skulpturen. Besonders erwähnenswert sind die Wandgemälde in Treppenaufgängen und dem Zuschauerraum der Oper, welche von Bertalan Székely, Mór Than und Károly Lotz angefertigt wurden. Die Budapester Oper gilt als eines der Meisterwerke von Miklós Yblund als eines der schönsten Opernhäuser der Welt.

Vor dem Gebäude findet man jeweils eine Statue von Ferenc Erkel, dem Komponisten der ungarischen Nationalhymne, und von Franz Liszt, beide geschaffen von Alajos Stróbl.

Ferenc Erkel war der erste Direktor der Oper, aber auch der bedeutende österreichische Komponist Gustav Mahler hielt hier von 1888 bis 1891 das Direktorenamt inne. Selbst Puccini hat zweimal persönlich die Premieren seiner Opern hier inszeniert.

 

Viele wichtige Künstler waren da Gäste, inklusiv der Komponist Gustav Mahler, der an Direktor der Budapester Staatsoper von 1887 bis 1891 war. Er hat zum internationalen Ansehen dieser Institution beigetragen. Wagners Opern wurden aufgeführt, sowie Magcagnis Cavalleria Rusticana. Die ungarische Staatsoper erhielt immer einen professionellen Standard, viele internationale Persönlichkeiten wie: Renée Fleming, Cecilia Bartoli, Monserrat Caballé, Placido Domingo, Luciano Pavarotti, José Cura, Thomas Hampson and Juan Diego Flórez wurden eingeladen auf der Bühne aufzutreten. Die ungarische Besetzung inkludierte unter anderem hervorragende und berühmte Künstler wie: Éva Marton, Ilona Tokody, Andrea Rost, Dénes Gulyás, Attila Fekete and Gábor Bretz.

Zu den bedeutenden Dirigenten der Staatsoper gehören Otto Klemperer, Sergio Failoni und Lamberto Gardelli. Zweite Spielstätte der Ungarischen Staatsoper ist das Erkel Theater.

 

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