La Gioconda

Handlung

 

Erster Akt: La bocca del Leone (Das Löwenmaul)

Barnaba, ein Spion der Inquisition, begehrt die schöne Straßensängerin Gioconda, doch da diese ihn zurückweist, sinnt er auf eine List: er verleumdet ihre Mutter als Hexe, um Gioconda unter Druck zu setzen. Bereitwillig will die aufgebrachte Menge die blinde Frau zum Scheiterhaufen führen, doch da kommen der Inquisitor Alvise Badoero und seine junge Frau Laura für den Karneval maskiert vorbei. Laura entdeckt einen Rosenkranz in der Hand der Blinden und kann daraufhin bei Alvise ihre Freilassung erwirken. Zum Dank schenkt die Blinde Laura den Rosenkranz. Barnabas Plan ist gescheitert, doch ersinnt er schnell eine neue List, als er in Giocondas Begleiter Enzo den Fürsten Grimaldo aus Genua erkennt: er war Lauras Geliebter gewesen, bevor diese zur Heirat mit Alvise gezwungen worden war, und musste sich als dalmatinischer Seemann verkleiden, weil er aus Venedig verbannt ist. Barnaba verspricht, Enzo ein Rendezvous mit Laura zu vermitteln, weil er hofft, dass Enzos Untreue Gioconda das Herz brechen werde. Nachdem Enzo bereitwillig darauf eingegangen ist, schreibt Barnaba einen Denunziationsbrief, in dem er Laura und Enzo vorwirft, gemeinsam aus Venedig fliehen zu wollen, und wirft diesen in das „Löwenmaul“ des Dogenpalastes ein, den Briefkasten der Inquisition für anonyme Denunziationen. Gioconda hat alles mitangehört und ist verzweifelt über Enzos Untreue.

 

Zweiter Akt: Il Rosario (Der Rosenkranz)

Enzo und Laura treffen sich auf Enzos Schiff und beschließen die gemeinsame Abreise, als Gioconda erscheint, und die beiden Frauen geraten in einen heftigen Eifersuchtsstreit. Als sich auch noch das von Barnaba alarmierte Schiff des Alvise nähert, ist Laura endgültig verzweifelt. Sie fleht mit dem Rosenkranz die Mutter Gottes um Hilfe an. Als Gioconda dies sieht, erkennt sie in Laura die Frau, die ihrer Mutter das Leben gerettet hat, und verhilft ihr zur Flucht. Auch Enzo rät sie zur Flucht, doch dieser weigert sich und setzt lieber sein Schiff in Brand, um es nicht den Venezianern in die Hände fallen zu lassen, und rettet sich mit einem Sprung ins Meer.

 

Dritter Akt: Ca’ d’Oro

In der „Ca’ d’Oro“, Alvises „goldenem Palast“, wird ein Fest gefeiert. Doch Alvise ist nicht in Feierlaune: erbost über Lauras Untreue, befiehlt er ihr, sich mit Gift selbst zu töten. Gioconda tritt auf, die beschlossen hat, Laura um Enzos Willen zu retten. Es gelingt ihr, das tödliche Gift mit einem anderen Mittel zu vertauschen, das Laura nur in einen tiefen, todesähnlichen Schlaf versetzt.

In einem anderen Raum des Palastes begrüßt Alvise seine Gäste, zu deren Unterhaltung der „Tanz der Stunden“ von einem Ballett aufgeführt wird. Nach dem Tanz zerrt Barnaba die Blinde in den Raum, die in den Palast gekommen war, um für die Seele eines Sterbenden zu beten. Da ertönt auch die Totenglocke, und Alvise offenbart seinen entsetzten Gästen Lauras Treuebruch und ihren vermeintlichen Tod. Enzo will sich auf ihn stürzen, wird aber von den Wachen überwältigt. Gioconda willigt ein, sich Barnaba hinzugeben, wenn dieser dafür Enzo befreit.

 

Vierter Akt: Il Canal Orfano (Der Orfano-Kanal/La Giudecca)

Gioconda ist in die Ruine auf der Insel Giudecca zurückgekehrt, in der sie wohnt. Freunde bringen ihr die scheintote Laura, die sie aus dem Grab geborgen haben. Noch einmal kämpft Gioconda mit sich, die Gelegenheit wahrzunehmen, sich der Rivalin zu entledigen, doch widersteht sie der Versuchung. Enzo tritt auf und ist zunächst aufs Höchste aufgebracht, dass Gioconda die vermeintliche Leiche Lauras stehlen ließ. Erst als Laura erwacht, kann Gioconda klarstellen, dass alles nur arrangiert war, um dem Paar zur Flucht zur verhelfen. Die Liebenden können nur ihren Dank stammeln, und brechen dann mit einem Boot auf. Barnaba tritt auf und will den vereinbarten „Preis“ für Enzos Rettung einfordern, doch Gioconda ersticht sich vor seinen Augen. Barnaba ruft ihr noch zu, dass er ihre Mutter in der Lagune ertränkt habe, aber sie kann ihn bereits nicht mehr hören.

Programm und Besetzung

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Januar 2020 Next
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Erkel-Theater

Das Erkel Theater wurde 1911 eröffnet, und ist Ungarns größte Theatergebäude. Seine Geschichte ist mit dem goldenen Zeitalter der ungarischen Opernaufführung verflochten mit Größen wie Luciano Pavarotti, Placido Domingo, Éva Marton und Grace Bumbry. Alle diese Sänger hatten die Ehre auf der Bühne eines Gebäudes zu sein, dessen Akustik angesehen legendär für die Oper angesehen wird

Nach der Schließung im Jahr 2007 blieb es mehr für mehr als für fünf Jahren geschlossen, bis die ungarische Regierung vorgesehenen 1,7 Billionen Forint in Form von Zuschüssen für die Erneuerung des Theaters vorgesehen hat, indem der Ungarischen Staatsoper erlaubt wurde, das Erkel Theater auf einen geeigneten Standard für Aufführungen zu renovieren

Ein Großteil der Sanierungen fand hinter den Kulissen; Solistenräumen und gemeinsame Umkleideräume und Gemeinschaftsräume wurden umgebaut und erweitert. Darüber hinaus hat sich die technische Ausstattung der Bühne einer erheblichen Modernisierung unterzogen, die Service-Systeme des Gebäudes (Wasser-, Sanitär-, Heizung- und Lüftung-) wurden ebenfalls auf den neuesten Stand gebracht. 

Das Publikum wird jetzt das Auditorium mit einem völlig neuen Look betreten, während alle Anstrengungen unternommen wurden, um sicherzustellen, dass fantastische akustische Eigenschaften des Gebäudes unverändert bleiben. Ein Faktor, der stark erhöhen den Komfort i erhöhen wird, ist die moderne installierte Lüftungsanlage im Sitzbereich. Obwohl die Zahl der Sitze bei der Umrüstung der Sitzreihen für mehr Komfort sich von 1935 auf 1819 reduziert wurde, das Theater behält trotzdem seinen Rang als das Theater mit höchster Kapazität in Ungarn - und in Ost - Mitteleuropa.

 

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