Falstaff

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April 2021
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Handlung

 

Erster Akt

Erstes Bild: Im Gasthof zum Hosenband

Dr. Cajus platzt in das Wirtshaus und beschuldigt Falstaff, in sein Haus eingedrungen zu sein und sein Pferd zuschanden geritten zu haben. Zudem sollen Falstaffs Diener Bardolfo und Pistola ihn bestohlen haben. Falstaff gibt den Vorwurf zu, seine Diener bestreiten ihn. Cajus weiß jedoch nicht, wer von beiden es war, und so urteilt Falstaff, er müsse die Klage abweisen. Cajus schwört, sich in Zukunft nur noch mit anständigen Leuten zu betrinken, und geht ab. Als der Wirt kommt, um Falstaff die Rechnung zu präsentieren, muss dieser erkennen, dass er pleite ist. Um wieder flüssig zu werden, hat er jedoch zwei – gleichlautende – Briefe an Mrs. Alice Ford und Mrs. Meg Page geschrieben. Er glaubt, dass sie seinem Charme erliegen und ihm die Kassen ihrer Ehemänner öffnen. Bardolfo und Pistola sollen die Briefe an die Frauen überbringen. Sie lehnen ab: Ihre Ehre verbiete es ihnen. Falstaff mokiert sich über die Ehre, sie ist bloß ein Wort, das vergeht. Er gibt seinem Pagen Robin die Briefe und jagt Bardolfo und Pistola mit dem Besen zum Wirtshaus hinaus.

Zweites Bild: Garten. Zur Linken das Haus von Ford

Die Briefe haben die beiden Frauen erreicht. Sie lesen sie sich gegenseitig vor und erkennen, dass sie – bis auf die Anrede – identisch sind. Aus Empörung darüber beschließen sie, Falstaff eine Lehre zu erteilen. Mrs. Quickly, eine gemeinsame Freundin, soll ihm einen Brief von Alice überbringen, in dem sie ihn zu einem Rendezvous einlädt, bei dem er wegen seiner Lüsternheit und Dickleibigkeit zum Gespött gemacht werden soll. Unterdessen hat auch Ford durch Bardolfo und Pistola erfahren, dass Falstaff seine Frau umgarnen will. Er will Falstaff mit Geld ködern, in sein Haus locken und ihn mit seiner Frau in flagranti erwischen. Während des ganzen Trubels schwören Fords Tochter Nannetta und Fenton in jeder stillen Minute einander ihre Liebe.

 

Zweiter Akt

Erstes Bild: Im Gasthof zum Hosenband

Mrs. Quickly kommt und bringt Falstaff Alices Einladung: zwischen 2 und 3 soll er zu ihr kommen. Alles scheint zu seinen Gunsten zu laufen. Erst recht, als Ford kommt, sich als Herr Fontana (deutsch: Brunnen) vorstellt und ihm gesteht, er liebe Alice verzweifelt, aber die weise ihn immer nur ab. Wenn es Falstaff gelingen könnte, Alice zu verführen, würde vielleicht auch er bei ihr landen können. Dafür würde er auch einiges an Geld springen lassen. Falstaff gesteht ihm triumphierend, dass er bereits eine Verabredung mit ihr habe. Als er die Gaststube verlässt, um sich in Schale zu werfen, brechen Eifersucht und Wut offen aus Ford heraus. Er beherrscht sich jedoch, als Falstaff wieder erscheint. Gemeinsam machen sie sich auf den Weg.

Zweites Bild: Ein Saal im Haus von Ford

Mrs. Quickly kündigt an, dass Falstaff auf dem Weg sei. Nannetta beklagt sich, dass ihr Vater sie Dr. Cajus versprochen habe. Alice beruhigt ihre Tochter damit, dass sie das verhindern werde. Falstaff kommt, ein altmodisches Ständchen singend. Als er Alice umarmen will, kommt Mrs. Quickly herein: Die eifersüchtige Meg komme. Falstaff versteckt sich hinter einem Paravent. Kaum hat Meg die Szene betreten, kommt Mrs. Quickly ein zweites Mal: die Männer sind im Anmarsch. Überall suchen sie nach dem dicken Ritter. Der versteckt sich in einem Wäschekorb. Auch Nannetta und Fenton sind inzwischen hereingekommen und verstecken sich hinter dem Paravent. Als für einen Moment alles still ist, küssen sie sich laut. Ford glaubt nun, dass Falstaff sich dort versteckt habe, und ordnet seine Leute zum Sturm auf den Paravent. Falstaff fürchtet derweil, in der Wäsche zu ersticken. Als Ford den Paravent umreißt, findet er jedoch nicht den Ritter, sondern das junge Liebespaar. Bevor er die beiden jedoch zur Rede stellen kann, glaubt einer seiner Leute, Falstaff anderswo gesehen zu haben. Während die Männer wieder abziehen, befiehlt Alice ihren Dienern, den Wäschekorb – den mit dem verborgenen Falstaff – zu nehmen und den Inhalt in die Themse zu schütten. Sie ruft die Männer zurück, und mit lautem Gejohle wird der Korb in den Fluss entleert.

 

Dritter Akt

Erstes Bild: Ein Platz vor dem Gasthaus zum Hosenband

Falstaff sitzt durchnässt und frierend vor dem Gasthaus und beklagt die Schlechtigkeit der Welt. Bei einer Kanne Glühwein erwachen jedoch seine Lebensgeister wieder. Als Quickly erscheint, um ihn zu einem neuen Rendezvous mit Alice einzuladen, lehnt er erst brüsk ab, lässt sich dann aber doch überreden. Um Mitternacht soll er sich bei Hernes Eiche im Park von Windsor einfinden, verkleidet als Schwarzer Jäger, mit einem Hirschgeweih auf dem Kopf. Den Trubel will Ford nutzen, um seine Tochter mit Dr. Cajus, verkleidet als Mönch, zu verheiraten. Mrs. Quickly hat ihn jedoch belauscht: Fenton wird ebenfalls als Mönch verkleidet erscheinen.

Zweites Bild: Der Park von Windsor. In der Mitte die große Eiche von Herne

Im Mondschein besingt Fenton seine Liebe zu Nannetta. Falstaff erscheint verkleidet und auch Alice. Als er stürmisch auf sie eindringt, erscheinen plötzlich Nannetta und die Bürgerinnen von Windsor, verkleidet als Feenkönigin mit ihrem Gefolge. Falstaff versteckt sich, wird aber bald gefunden und von den Bürgerinnen und Bürgern, die inzwischen auch gekommen sind, gepiesackt. Als er unter ihnen jedoch Bardolfo an seiner Schnapsfahne erkennt, durchschaut er den Spuk. Als Höhepunkt der Maskerade soll nun eine Doppelhochzeit stattfinden. Ford vermählt die beiden verkleideten Paare. Als sie die Verkleidung ablegen, erkennen alle, dass er Nannetta und Fenton verheiratet hat – und Dr. Cajus mit Bardolfo. Nach und nach stimmen alle in die Schlussfuge ein: Tutto nel mondo è burla, l’uom è nato burlone. (Alles ist Spaß auf Erden, der Mensch als Narr geboren.)

Programm und Besetzung

Dirigent: Balázs Kocsár
Sir John Falstaff: Alexandru Agache
Ford
Fenton: Ninh Duc Hoang Long
Dr. Caius: János Szerekován
Pistola: András Kuss
Bardolfo: Péter Balczó
Frau Alice: Andrea Rost
Nannetta: Kinga Kriszta
Mrs. Quickly: Bernadett Fodor
Frau Page: Gabriella Balga

Erkel-Theater

Das Erkel Theater wurde 1911 eröffnet, und ist Ungarns größte Theatergebäude. Seine Geschichte ist mit dem goldenen Zeitalter der ungarischen Opernaufführung verflochten mit Größen wie Luciano Pavarotti, Placido Domingo, Éva Marton und Grace Bumbry. Alle diese Sänger hatten die Ehre auf der Bühne eines Gebäudes zu sein, dessen Akustik angesehen legendär für die Oper angesehen wird

Nach der Schließung im Jahr 2007 blieb es mehr für mehr als für fünf Jahren geschlossen, bis die ungarische Regierung vorgesehenen 1,7 Billionen Forint in Form von Zuschüssen für die Erneuerung des Theaters vorgesehen hat, indem der Ungarischen Staatsoper erlaubt wurde, das Erkel Theater auf einen geeigneten Standard für Aufführungen zu renovieren

Ein Großteil der Sanierungen fand hinter den Kulissen; Solistenräumen und gemeinsame Umkleideräume und Gemeinschaftsräume wurden umgebaut und erweitert. Darüber hinaus hat sich die technische Ausstattung der Bühne einer erheblichen Modernisierung unterzogen, die Service-Systeme des Gebäudes (Wasser-, Sanitär-, Heizung- und Lüftung-) wurden ebenfalls auf den neuesten Stand gebracht. 

Das Publikum wird jetzt das Auditorium mit einem völlig neuen Look betreten, während alle Anstrengungen unternommen wurden, um sicherzustellen, dass fantastische akustische Eigenschaften des Gebäudes unverändert bleiben. Ein Faktor, der stark erhöhen den Komfort i erhöhen wird, ist die moderne installierte Lüftungsanlage im Sitzbereich. Obwohl die Zahl der Sitze bei der Umrüstung der Sitzreihen für mehr Komfort sich von 1935 auf 1819 reduziert wurde, das Theater behält trotzdem seinen Rang als das Theater mit höchster Kapazität in Ungarn - und in Ost - Mitteleuropa.

 

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